Brandenburger Tor ,Berlin

Meine 10 persönlichen Berlin Highlights

Anfang Mai war ich drei Tage für einen Kurztrip in Berlin. Hier habe ich mich gemeinsam mit den lieben Menschen vom Jakobsweg „Caminho Portugues“ wiedergetroffen. Ein Wiedersehen mit richtiger Caminho Stimmung – nachts mit 30 Menschen in einem Raum schlafen, tagsüber Sightseeing und eine Wanderung an der Havel. In diesem Beitrag zeige ich dir meine 10 persönlichen Berlin Highlights aus den drei Tagen. Vielleicht findest Du Inspirationen für deinen nächsten Berlintrip!?

1. Unterkunft 

Wir haben im Baxpax Downtown Hostel übernachtet. Dies ist nur ca. zehn Minuten Fußweg vom Bahnhof Friedrichstraße entfernt. Und dieser Bahnhof ist nur eine Haltestelle vom Berlin Hauptbahnhof weg, sodass Du nahezu mit allen S – Bahnen dorthin gelangst. Schau dir auch die Wegbeschreibung zum Hostel auf www.hostelword.com an. Es ist super genau und einfach beschrieben, sodass ich auch abends im Dunkeln sofort ohne Umwege dort angekommen bin (ich muss hinzufügen, dass ich kein Orientierungskünstler bin). Außerdem liegt das Baxpax Downtown Hostel zentral in Berlin. Es sind 15 Gehminuten bis zum Wahrzeichen von Berlin, dem Brandenburger Tor. Auf Grund dieser Lage und der coolen Atmosphäre, kann ich das Hostel sehr empfehlen. Es war etwas schade, dass die Schlüsselkarte für das 30 – Betten – Zimmer nicht funktioniert hat und man nie genau wusste, ob man auch wieder rein kommt. Sicher wird dieses Problem bald behoben. Das Frühstück war gut. Es gab für ca. 7€ ein Buffet inkl. Tee und Kaffee für einen ordentlichen Start in den Tag. 

Baxpax Downtown Hostel, Berlin
Baxpax Downtown Hostel, Berlin

2. Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor steht bei jedem Berlinbesuch für ein Selfie auf meiner Liste. Außerdem begann hier die kostenlose Stadtführung, die ich mit einer Caminho – Freundin startete. Sicher findest Du hier die passende Stadtführung in deiner bevorzugten Sprache. Natürlich ist es ein sehr touristischer Platz. Jedoch hat er Geschichte geschrieben. Damals fungierte das Brandenburger Tor  als Stadttor. Hier verlief die Grenze zwischen West- und Ostberlin. Sehr bewegende Momente haben sich hier in Zeiten des Mauerfalls abgespielt. Lass es auf dich wirken!

3. Reichstag

Das Reichstagsgebäude, und das sagen auch die Berliner – Caminho – Freunde, ist ebenfalls ein Muss. Mit vorheriger Anmeldung kann man das Gebäude entspannt besichtigen und einem interessanten Vortrag, indem auch offen gebliebene Fragen beantwortet werden, lauschen. Es ist sehr spannend mal den Saal genauer betrachten zu können, den man doch schon so oft im Fernsehen gesehen hat.  Auch ist es möglich wahlweise mit Audioguide die Glaskuppel zu besteigen und schließlich auch von dort aus eine Aussicht über Berlin zu genießen. Es gibt weitere Aussichtspunkte in Berlin, z.B. die Siegessäule. Hier war ich selbst noch nicht oben, ist aber laut Stadtführer aktuell kostenlos oder für ein paar Euro möglich. Die Aufzugfahrt auf den Fernsehturm kostet zwischen 10 und 15€. Auch hier war ich selbst noch nicht, es soll sich aber lohnen. Ich muss zugeben, dass mich die Aussicht vom Reichstag nicht besonders umgehauen hat.

4. Holocaust Mahnmal

Das Holocaust Mahnmal erinnert an die gefallenen Juden in der Hitlerzeit. Die grauen Steine, die aus den Boden ragen, sind durch ihre Farbe auf gewisse Weise gleich, aber auch sehr unterschiedlich, dadurch, dass sie verschiedene Höhen und Neigungen haben. Dies symbolisiert die individuellen Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren, die auf tragische Weise ihr Leben lassen mussten. Ich persönlich habe eine sehr bedrückende Stimmung wahrgenommen, während ich das Holocaust Mahnmal durchquert bin. Ich finde es sehr gut, dass sich die Stadt Berlin dafür entschieden hat, auf diese Weise und an diesem Platz an die Vergangenheit zu erinnern. Das Holocaust Mahnmal steht sehr zentral, sodass man sowohl als Touri und mit Sicherheit auch als Berliner nicht gedankenlos daran vorbei kommt.

Holocaust Mahnmal, Berlin
Holocaust Mahnmal, Berlin

5. Kunstmarkt 

Nur zufällig kamen wir an einem Kunstmarkt direkt an der Spree vorbei. Es gab eine große Auswahl an gemalten Bildern (natürlich waren viele Berlin – Motive dabei). Es wurden aber auch Poster, Schmuck, Postkarten, Taschen und vieles mehr geboten. Ich war von diesen tollen Kunstwerken hellauf begeistert und hätte am Liebsten an jedem Stand etwas gekauft. Was für ein schönes, spontanes Highlight. 

6. Berliner Dom und Lustgarten 

Leider kam ich nicht dazu, den Berliner Dom genauer zu betrachten. Jedoch finde ich diesen Platz mit dem angrenzenden Lustgarten total schön. Vielleicht sind wir aber auch einfach genau zum richtigen Moment dort vorbei gekommen. Straßenmusiker spielten und steckten die Menschen mit ihrer guten Laune an. Wir setzten uns in den Lustgarten, es war ein warmer Tag und die Sonne schien, wir lauschten der coolen Musik und ich hatte das Gefühl: Genau das ist Berlin. In diesem Moment konnte ich einfach das Hier und Jetzt genießen – genau wie auf dem Jakobsweg. 

Berliner Dom und Lustgarten, Berlin
Berliner Dom, Lustgarten und Fernsehturm, Berlin

7. Palast der Träne

Der Palast der Tränen befindet sich unmittelbar am Bahnhof Friedrichstraße. Es ist ein kleines, kostenloses Museum, welches die Zeit von West- und Ostberlin mit der Grenze widerspiegelt. Es sind viele persönliche Beispiele dargestellt, die zeigen, wie die Menschen damals versucht haben zu fliehen. Es zeigt schließlich auch eine kurze Videosequenz von der Pressekonferenz, die Auslöser für den Mauerfall 1989 war. Der Name „Palast der Tränen“ steht für die Freuden- und Abschiedstränen, die hier stattgefunden haben und sicher auch heute noch stattfinden.

8. Stoffe stoppen bei  „Frau Tulpe“

Da ich unglaublich gerne nähe, checke ich vor jeder Reise natürlich auch die Stoffläden am Zielort ab. Auf Frau Tulpe bin ich durch die Blogger- und Youtuberin Nastja: DIY Eule gekommen. Ich hatte noch mehr Stoffläden auf meiner Liste, leider bin ich aus zeitlichen Gründen nicht mehr dazu gekommen. Naja, mein Geldbeutel dankt es mir ja irgendwie auch. Frau Tulpe ist ein relativ kleiner Laden mit toller Auswahl an unterschiedlichen Stoffen, Schnittmustern, Zubehör und auch ganz vielen unterschiedlichen Bändern. Übrigens hat Frau Tulpe auch einen Onlineshop

Stoffladen Frau Tulpe, Berlin
Stoffladen Frau Tulpe, Berlin

9. Wanderung an der Havel 

Nach einer kurzen Bustour (Tagestickets für bis zu 5 Personen kosten ca. 20€, also 4€ pro Person; Tagestickets für eine Person kosten ca. 6€) gelangt man an die Havel. Hier sind wir ca. 10km bis „Emma und Paul’s Biergarten“ gewandert. Die schöne Strecke entlang der Havel war ausschließlich eben, ohne Steigungen. Nicht weit vom Berlin – Zentrum konnte man hier die Natur in vollen Zügen genießen – ein bisschen wie auf dem Jakobsweg nur ohne gelbe Pfeile. Bei Emma und Paul’s Biergarten gab es dann zur Belohnung kalte Getränke und super leckeren hausgemachten Kuchen. Von direkt gegenüber sind wir später mit einer Fähre über den Wannsee gefahren. Hier ist übrigens auch das Tagesticket gültig. 

An der Havel, Berlin
An der Havel, Berlin

10. Berlin Kreuzberg und das Baumhaus an der Mauer 

Von dem Stadtteil Berlin – Kreuzberg konnten wir auch einen kleinen Einblick gewinnen. Hier sind etliche Hauswände beklebt, besprüht oder mit Zeitung tapeziert. Ich mag es. Es hat auch etwas alternatives. Es gibt hier außerdem viele kleine Cafés und Restaurants, die mit gemütlicher Atmosphäre einladen.

Ein Highlight in Kreuzberg ist definitiv das „Baumhaus an der Mauer“. Die Anfänge des Baumhauses entstanden zu Zeiten der Grenze zwischen West- und Ostberlin. Das Grundstück lag direkt am Mauerstreifen und gehörte zu Ostberlin, es war jedoch auf der Seite von Westberlin. Somit hielt niemand Osman Kalin auf, als er damals begann das Grundstück mit Gemüse zu bepflanzen und eine Hütte zu bauen. Nach dem Mauerfall 1989 gab es anfangs Unstimmigkeiten über den rechtmäßigen Besitzer des Grundstückes. Schließlich konnte Osman Kalin es jedoch behalten und fing dann mit dem Bau des Baumhauses an. Vor einigen Wochen, am 16.April 2018, starb er. Nun schaut sein Sohn Mehmet Kalin hier nach dem Rechten. Auch er war es, den wir am Baumhaus angetroffen haben und der uns netterweise eine spontane, private Führung durch das Baumhaus gestattete. Ein echt toller Abschluss für unseren Kurztrip nach Berlin. (Quelle und weitere Infos zum Baumhaus an der Mauer findest Du hier)

Baumhaus an der Mauer, Berlin - Kreuzberg
Baumhaus an der Mauer, Berlin – Kreuzberg

 

Ich hoffe, dass ich dich mit meinen 10 Berlin Highlights inspirieren konnte. Vielleicht war etwas dabei, was du noch nicht kanntest? Welches sind deine Highlights in Berlin? Welche Stoffläden kannst Du empfehlen? Für den nächsten Kurztrip sammel ich gerne schon wieder neue Ideen und Anregungen, wann immer er auch stattfinden wird. 

Liebe Grüße, Ines

4 thoughts to “Meine 10 persönlichen Berlin Highlights”

  1. Hallo Ines, wieder mal ein wunderbarer Blog. Macht Lust auf Berlin! Wie sagt man so schön: Berlin ist immer eine Reise wert! Das hast du ja grad bestätigt 🙂
    Freue mich auf weitere Blogs von dir!
    Liebe Grüße Kerstin

    1. Hallo Kerstin,
      vielen lieben Dank!! Ja, Berlin hat echt schöne Seiten. Das Festival of Lights im Oktober soll sich auch lohnen!
      Liebe Grüße, Ines

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