Urlaub in Starnberg – Sightseeing, Wandern und Entspannen

Starnberg – für mich war die Stadt in Bayern ein guter Ausgangspunkt und Zwischenstopp für einen Kurzurlaub mit Sightseeing in München, einer Wanderung auf dem Jakobsweg und Entspannung am Starnberger See. Sucht Ihr ein nettes Plätzchen, welches genau diese Mischung ausmacht? – dann jetzt weiterlesen! ;- )

Ich bin in die gemütliche Stadt Starnberg mit dem Zug angereist. Von München Hauptbahnhof sind es ca. 30 Minuten mit der S6. In Starnberg gibt es den See- und den Nordbahnhof. Steigt Ihr am Seebahnhof aus der Bahn, fällt euer Blick sofort auf den wunderschönen Starnberger See. Ich bin an einem Regentag dort angekommen, doch auch die grauen Wolken konnten diesen ersten Eindruck nicht vermiesen.
Ich habe die Stadt Starnberg als kleine, gemütliche Stadt erlebt. Am Starnberger Kirchplatz sitzt man in der „Starnberger Eiswerkstatt“ in schöner Atmosphäre. Das Eis ist selbst gemacht, wie auch die Eiswaffeln. Hier lässt es sich einen schönen Nachmittag verbringen. Im „Felis Gourmet Biorestaurant“ habe ich sehr gut und vegan zu Abend gegessen. Hier sind alle Zutaten aus biologischem Anbau. Das Restaurant befindet sich wenige Gehminuten vom Seebahnhof Starnberg.

1. Sightseeing in München

Für zwei Tage bin ich nach München reingefahren. Die Fahrkartenpreise sind nicht unbedingt die günstigsten. Ihr findet im Internet ganz einfach die Tarife. Ich habe mich an beiden Tagen für eine „Singel-Tageskarte-Gesamtnetz“ für 13€ entschieden, da ich damit von Starnberg nach München und zurück kam und außerdem innerhalb von München rumfahren konnte.

Die Touritour

Ich habe am ersten Tag eine typische Touritour durch die Stadt gemacht. Angefangen beim Karlsplatz (fußläufig in ca. 10 Min vom Hauptbahnhof zu erreichen) bin ich zur eindrucksvollen Asamkirche gelaufen, die ganz versteckt zwischen anderen Häusern liegt. Anschließend ging es weiter zu dem populären Marienplatz mit dem Alten und dem Neuen Rathaus. Als ich dort ankam, durfte ich sogar das Glockenspiel erleben (täglich 11 und 12 Uhr). Im Alten Rathaus findet Ihr das Spielzeugmuseum. Ich habe mir vom klassischen „Alten Peter“ die Aussicht über München angeschaut. Für 3€ könnt Ihr den Turm besteigen. Es war echt sehr anstrengend für mich und aufgrund der vielen Menschen alles auch etwas nervig. Hierfür sollte man wohl in der Feriensaison viel Zeit und Geduld mitbringen. Besonders spektakulär empfand ich die Aussicht auch nicht, der Blick runter auf den Marienplatz war jedoch ganz schön. Nicht weit vom Marienplatz bietet sich dann ein Abstecher auf den Viktualienmarkt an. Hier gibt es frisches Obst, Gemüse, Kräuter, andere Leckerrein, Blumen, Pflanzen und einiges mehr. Ich bin im Anschluss weiter zum Odeonsplatz gelaufen, wo sich unter anderem die Teatinerkirche und die Feldherrenhalle befinden. Durch den hübschen Hofgarten ging es dann weiter zur Eisbachwelle. Ich fand es sehr beeindruckend, die Surfer zu beobachten. Jedoch war auch hier der Touristenandrang sehr stark und eher ungemütlich. Die Eisbachwelle befindet sich an einem Eingang des Englischen Gartens. Ich habe den Besuch des Gartens jedoch auf den nächsten Tag verschoben. Stattdessen bin ich schließlich am späten Nachmittag ins Glockenbachviertel gefahren und habe dort bei „Götterspeise Chocolaterie & Cafe“ einen sehr leckeren Käsekuchen gegessen. Ich bin dann noch ein bisschen durch das eher alternative Viertel spaziert bis ich am Gärtnerplatz war. Hier endete meine erste Tagestour.

Karlsplatz, Marienplatz, Eisbachwelle,Gärtnerplatz München (von links oben nach rechts unten)
Karlsplatz, Marienplatz, Eisbachwelle,Gärtnerplatz München (von links oben nach rechts unten)

Die Isar

Am zweiten Tag habe ich mich eher der Natur Münchens gewidmet. Von der Maximilianbrücke bin ich auf der linken Isarseite entlang spaziert bis „Flaucher“. Hier könnt Ihr am Wasser entspannen, ein Buch lesen, die Sonne genießen oder nett mit Freunden zusammensitzen. Die Isar bietet sich perfekt zum Rad fahren, joggen oder spazieren an. Hier konnte ich die andere Seite von München erleben – entspannt, ruhig und naturnah.

Isar, "Flaucher" in München
Isar, „Flaucher“ in München

2. Eine Tageswanderung auf dem Jakobsweg

Vor mir bleiben sie nicht versteckt – die gelben Muscheln, die die Jakobswege markieren. Und so stieß ich schon nach wenigen Schritten nach meiner Ankunft entlang des Starnberger Sees auf eine Jakobsmuschel. Tatsächlich begleiteten diese mich auch bis zu meiner Airbnb Unterkunft auf der Söckinger Straße. Da führte also direkt an meiner Haustür ein Jakobsweg vorbei – als hätte der Weg mich mal wieder gerufen. Nach wenigen Recherchen war ich dann bereit für eine Tagesetappe auf einem deutschen Jakobsweg in Bayern.

Starnberg – Maisinger Schlucht – Maisinger See – Kloster Andechs – Herrsching am Ammersee (21 km)

Ich bin von Starnberg (Söckinger Straße) durch die Maisinger Schlucht und vorbei am Maisinger See bis zum Kloster Andechs gelaufen. Nach einer längeren Erholungspause ging es dann weiter nach Herrsching am Ammersee. Die Strecke beträgt 21 km und dauert ca. fünf Stunden (Laufzeit ohne Pausen). Ich empfand die Strecke einfach zu begehen und auf Grund von wenigen Höhenunterschieden war es auch mit meiner eher untrainierten Kondition gut zu schaffen. Jedoch sollte man die Laufzeit nicht unterschätzen – ich war nach fünf Stunden total kaputt und glücklich, als ich am Ammersee ankam. Ich bin den Weg spontan mit meinen Sportschuhen gelaufen und dies war völlig in Ordnung. Leichte Wanderschuhe sind aber sicher auch nicht verkehrt. Ihr lauft über Asphalt, Waldboden oder Schotterwege.
Ich habe die Wanderung auf einer Wanderapp gefunden, die ich aber zu keiner Zeit benötigte, da die Strecke durchweg sehr zuverlässig mit den Muscheln ausgeschildert ist.
Ich kann diese Tageswanderung jedem Naturliebhaber nur wärmstens empfehlen. Die Strecke ist wirklich sehr schön! Die Maisinger Schlucht hat mich direkt zu Anfang begeistert – schöne Waldwege entlang des Maisinger Bachs. Am Maisinger See bietet sich dann die erste kleine Pause an. Hier ist auch ein Restaurant mit Toiletten. Die nächste größere Pause habe ich dann am Kloster Andechs unternommen. Hier bekommt Ihr einige Mahlzeiten geboten, auch Kaffee und Kuchen – die Auswahl ist groß. Aber nicht erschrecken, denn nach dem ruhigen und fast menschenleeren Weg bin ich hier quasi auf einer Touristenhochburg gelandet. Das Kloster Andechs ist der älteste Wallfahrtsort Bayerns und ich habe hier auch einen Pilgerstempel bekommen. ;- )
Der ca. 4 km lange Abstieg vom Kloster nach Herrsching war im Vergleich zum ersten Teil dann schon sehr gut besucht. Es ging hauptsächlich abwärts über Waldwege. Nach einer netten Entspannungspause am Ammersee bin ich dann mit dem Bus zurück nach Starnberg gefahren. Außerdem ist es möglich, vom Herrsching S-Bahnhof mit einem Umstieg zurück zum Seebahnhof zu kommen.

Jakobswegetappe von Starnberg bis nach Herrsching am Ammersee (21km)
Jakobswegetappe von Starnberg durch die Maisinger Schlucht/Maising…
...über Kloster Andechs (links unten) bis Herrsching am Ammersee (rechts unten).
…über Kloster Andechs (links unten) bis Herrsching am Ammersee (rechts unten).

3. Der Starnberger See

Der Starnberger See ist der fünftgrößte See Deutschlands und gleichzeitig aufgrund seiner Durchschnittstiefe der zweitwasserreichste. Die maximale Tiefe des Sees beträgt 127,8 Meter. 
Der Starnberger See lädt zum Entspannen, spazieren und allmöglichen Aktivitäten auf dem Wasser ein. Direkt am Seebahnhof liegt ein Bootsverleih. Ich habe mich jedoch für die Spazieren-und-Entspannen-Variante entschieden.

Percha Beach

Vom Seebahnhof bin ich ca. 15 – 20 Minuten, den See immer zu meiner Rechten, bis zum Percha Beach gelaufen. Auf dem Weg werden zwei Holzbrücken überquert, die sich nach einem Signalton auch hochklappen, wenn beispielsweise ein großes Segelboot hindurch muss. Am Percha Beach findet Ihr Liegewiesen, die sich direkt am Wasser befinden. Bäume sorgen für ausreichend Schattenplätze. Es sind auch Restaurants und öffentliche Toiletten vorhanden. In der Sommersaison war es hier morgens noch angenehm. Mittags bis Nachmittags wurde es sehr voll, es lohnt sich also früh zu kommen. Um den See befinden sich weitere Badestellen, die Ihr ganz einfach im Internet findet.

Starnberger See
Starnberger See

Für mich war Starnberg der perfekte Zwischenstopp für eine Mischung aus Großstadt und Naturerlebnis. Erneut habe ich für mich persönlich allerdings festgestellt, dass ich die Natur der Großstadt wohl vorziehe – sie bringt mir einfach viel mehr Freude. Die Tagesetappe auf dem Jakobsweg hat mich einfach glücklich gemacht. Hingegen war die Touritour durch München eher von Chaos, Hektik und Menschenmassen geprägt.

Wie sieht es bei Euch aus? Seid Ihr eher der Stadt- oder der Naturmensch?

Liebe Grüße, Ines

 

 

(unbezahlte und unbeauftragte Werbung ; Quelle: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Starnberger_See)

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